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رائد صالح زعيم الكتلة البرلمانية لحزب الاسبيديٍ في برلين يقدم كتابه الجديد ” قواعد البيت ” في مدينة دريسدن الألمانية

يوم الثلاثاء 18/7/2017 برلين عبد خطار

قدم السيد رائد صالح زعيم الكتلة البرلمانية لحزب الاسبيديٍ في برلين  كتابه الجديد ” قواعد البيت ” في مدينة دريسدن الألمانية يرافقة السيد جمال المغربي رئيس الجالية العربية الالمانية المستقلة ومستشار الشؤون العربية والإسلامية في البرلمان و عددا من وسائل الإعلام الألمانية .

رائد صالح من (مواليد 10 يونيو، 1977 في سبسطية، فلسطين) هو سياسي ألماني برليني (الحزب الديمقراطي الاجتماعي الألماني) وعضو في مجلس النواب الإقليمي برلين منذ سنة 2006

السيرة، والدراسة، والعمل

رائد صالح متزوج. تابع الدراسة الابتدائية في بيركنهاين في برلين شبانداو، والثانوية في مدرسة ليلي براون في برلين شبانداو، حيث نال شهادة التخرج سنة 1997.

انضم صالح سنة 1995 لشركة ميتروفسكي التي اشترك في ادارتها بدءا من 1997. كان رائد صالح أحد كبار المسؤولين التنفيذيين لمجموعة ميتروفسكي من 2001 إلى 2006. وشريك في ملكية إحدى الشركات الإعلامية في شبانداو منذ 2002

السياسة

انضم رائد صالح إلى الحزب الديمقراطي الاجتماعي سنة 1995. وأصبح رئيسا للجنة الهجرة في فرع الحزب الديمقراطي الاجتماعي في شبانداو منذ سنة 2002

يعمل منذ سنة 2006 في لجنة الشباب والتعليم والأسرة التابعة لمجلس النواب الإقليمي في برلين، وفي لجنة ” التنمية الحضرية والنقل “ولجنة” التكامل والعمل والشؤون الاجتماعية ”

انتخب عن طريق التفويض المباشر نائبا عن منطقة شبانداو الانتخابية الثانية في برلين عام 2006. ويقوم بمهمة مسؤول الارتباط في تكتل الحزب الديمقراطي الاشتراكي في مجالات “المدينة الاجتماعية” واجراءات الأحياء كما انه المتحدث الرسمي للتكتل بما يخص سياسات الاندماج

انتخب صالح رئيسا لفرع الحزب الديمقراطي الاجتماعي في شبانداو في نيسان / أبريل 2008، وأصبح عضواً لمجلس الحزب التنفيذي في ولاية برلين

ترشح رائد صالح في ديسمبر 2011 في الانتخابات البرلمانية المحلية لولاية برلين مجددا، كما أنتخب ليكون رئيس كتلة الحزب الديمقراطي الاجتماعي بأغلبية 32 صوتا مقابل 15 لسلفه فرانك زيمرمان

Berliner SPD-PolitikerRaed Saleh stellt „Hausordnung“ auf und pocht auf bunte Leitkultur

Der SPD-Landespolitiker Raed Saleh kam als Zuwanderer nach Deutschland. Nun hat er ein Buch darüber geschrieben, was es heißt, deutsch zu sein.

Dienstag, 18.07.2017, 17:01

Raed Saleh steht dort, wo sonst Pegida-Anhänger demonstrieren und stellt sein Buch vor: Der Titel „Ich deutsch“, Unterzeile „Die neue Leitkultur“.

Man kann es als bewusste Provokation interpretieren, dass der Berliner Landespolitiker sich am Montag ausgerechnet die Frauenkirche in Dresden ausgesucht hat, um seine zehn Thesen zu veröffentlichen. Saleh ist Muslim, in Palästina geboren und mit fünf Jahren nach Berlin gekommen. Er ist SPD-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus.

Mit seinem Buch will Saleh nun „eine Hausordnung für unser Land“ aufstellen. „Es geht um einen moralischen, politischen, kulturellen Minimalkonsens“, schreibt Saleh. Vor dem Begriff „Leitkultur“, der sonst eher auf konservativen Wahlkampfveranstaltungen fällt, schreckt er nicht zurück. Sein Ziel: Den Begriff positiv besetzen. „Nur müssen wir endlich einmal sagen, was diese deutsche Leitkultur ist“, so Saleh. „Denn es ist sicher nicht mehr deutscher Wein und deutscher Sang, Hermannsschlacht und Loreley“, sagt Saleh und fügt hinzu: „Wann haben Sie zuletzt Goethe gelesen? Oder ein Glas Riesling aus dem Rheingau getrunken?“

„Der Islam gehört zu Deutschland“

Für Saleh ist eine solche Leitkultur tolerant, bunt und einladend. Das Grundgesetz gehört für ihn ebenso dazu wie soziale Gerechtigkeit und Kultur. Bei manchen der Thesen scheint es so, als habe Saleh sie mit der Brechstange für seine Argumentation zurechtbiegen wollen. Etwa, wenn er die Erfolgsbilanzen deutscher Mittelstandsunternehmen aufzählt, die modernen deutschen Autobahnen lobt und schließlich resümiert, die erfolgreiche Wirtschaft sei Teil der Leitkultur. Dann wirkt es, als wolle er sagen: Kommt schon, wir haben ein tolles Land, hört doch auf zu schimpfen!

Doch Saleh macht auch deutlich, dass aus seiner Sicht noch ein Umdenken stattfinden muss, vor allem in Sachen Integration. „Jeder Bürger, der hier lebt, gehört zu unserem Volk, gehört zu Deutschland“, schreibt er. Egal welche Wurzeln, egal welche Religion. „Das Judentum gehört für mich zur deutschen Leitkultur ­– keine Frage. Aber dasselbe gilt für den Islam.“

Neue Einflüsse für die deutsche Sprache

Saleh ist es wichtig, dass Vorurteile abgebaut werden. Und dass alle in Deutschland lebenden Menschen eine Chance erhalten, die Leitkultur mitzubestimmen. Damit meint er sowohl den türkischstämmigen Regisseur Fatih Akin, den in Russland geborenen Schriftsteller Wladimir Kaminer als auch die Fußballspieler mit Wurzeln in Ghana, Polen, der Türkei oder Tunesien, die 2014 als deutsche Nationalmannschaft den WM-Titel holten.

Wenn Jugendliche eine neue Sprachvariante prägen, die bislang noch abwertend als „Türkendeutsch, Ghettosprache oder Türkenslang“ bezeichnet wird, findet Saleh das „eine begrüßenswerte Entwicklung“. Denn: „Auch Sprache ist auf Kreativität und neue Einflüsse angewiesen.“

Eine Sache, die uns Mut macht

Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr an eine deutsche Kommune der “Nationale Integrationspreis” vergeben. Die Auszeichnung ging an die 17.000-Einwohner-Stadt Altena im Sauerland.

Die Jury, der neben Frankfurts Ex-Oberbürgermeisterin Petra Roth auch der Schauspieler Elyas M’Barek (“Fack ju Göthe”) angehörte, bezeichnete Altena als vorbildlich im Umgang mit Flüchtlingen.

Eine Besonderheit war zum Beispiel, dass die Stadt die Flüchtlinge nicht in Sammelunterkünften, sondern in normalen Wohnungen unterbrachte. Zudem wurden auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise sogar rund 100 Menschen mehr aufgenommen, als der Stadt zugewiesen worden waren.

Die Stadt selbst stellte die positiven Effekte des Flüchtlingszuzugs heraus. So verzeichnet Altena erstmals seit mehr als 20 Jahren eine positive Bevölkerungsentwicklung.

Wer akzeptiert ist, lässt sich nicht von „Hetzern“ überzeugen

Problematisch werde es, wenn sich die hier lebenden Menschen nicht akzeptiert fühlen. Denn dann würden sie empfänglich für „Hassprediger“ und „Scharfmacher“. „Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat vor allem deswegen so leichtes Spiel, weil viele Deutsche mit türkischen Wurzeln sich hierzulande nicht angenommen fühlen und deswegen noch immer an der Herkunft ihrer Eltern, Großeltern oder teils sogar schon Urgroßeltern kleben.“ Saleh ist sich sicher: Wenn sich türkischstämmige Menschen in Deutschland heimisch fühlen, würden sie nicht vorwiegend über die Vor- und Nachteile des türkischen Präsidialsystems diskutieren, sondern über die Frage, wer der nächste Bundeskanzler wird.

Doch Saleh stellt nicht nur Forderungen an die Gesellschaft als Ganzes. Auch Zuwanderer und ihre Nachfahren müssten ihren Teil tun. „Natürlich müssen sich die Tolerierten genauso an die Werte halten“, schreibt Saleh. „Wer also ein Minarett bauen darf, muss auf der anderen Seite akzeptieren, wenn sich zwei Männer auf der Straße küssen.“

Raed Saleh, der „Anti-Sarrazin“

Die Taz nannte Saleh kürzlich den „Anti-Sarrazin“. Denn sein Buch steht in direktem Kontrast zu Thilo Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“, das vor sieben Jahren erschien. Sarrazin warnte vor Einwanderern, die sich angeblich in Parallelgesellschaften abschotten. Saleh entdeckt dagegen die Chance auf eine große bunte Gesellschaft, die sich durch verschiedenste Einflüsse weiterentwickelt. Und trotzdem sehen sich beide als Patrioten.

Saleh spielt auf die Pegida-Demonstranten vor der Dresdner Frauenkirche an, wenn er sagt: „Mein Patriotismus hat nichts mit dem Nörgeln, Ausgrenzen und Angstmachen der Nationalisten zu tun, die wir seit einiger Zeit in Dresden erleben. Das sind für mich falsche Patrioten.“

„Ich deutsch. Die neue Leitkultur“, von Raed Saleh ist im Verlag Hoffman und Campe erschienen. Hardcover, 223 Seiten, 20 Euro.

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